Samstag, Dezember 09, 2006

9 million bicycles? Mal sehn.

Da sind wir wieder.
Tausende (?) Kilometer weiter nordwestlich, neue Stadt, neues Hotel.
Der Fug war grässlich, ebenso wie die 30minütige Busfahrt vom Flughafen zum Hotel... aber dazu später mehr.
Vielleicht zuvor noch ein paar Worte zum gestrigen Abend? Nummer 1857 in der Kategorie "Abende, die die Welt nicht braucht".
Eine kurze Taxifahrt mit einer gestressten Wendy als Beifahrerin, so gestresst, dass sie vergaß, den Fahrer daran zu erinnern, dass sich im Kofferraum unser Kinderwagen befand. Tja, dumm gelaufen, innerhalb von Sekunden nach unserem Aussteigen Taxi weg, Kinderwagen weg. Der zweite weg-e Buggy... diese Reise entwickelt sich zu einer Buggy-Superstory.
Ja, dann das Dinner. Linus in Zappel- bzw. Fluchtlaune, wir ohne Buggy, Essen mittelmäßig, Guide gestresst (wg. Buggy, wg. Pflichtgefühl mit uns essen gehen zu müssen?) ... Was als vegetarisches Restaurant angekündigt war entpuppte sich als ganz normales Restaurant mit ein zwei drei mäßigen fleischlosen Gerichten auf der Karte, demzufolge die mitreisende Vegetarierin H. genervt. Über die schwachsinnige Idee von H., unbedingt dieses Restaurant aufsuchen zu müssen, wo man doch in jedem Restaurant die köstlichsten vegetarischen Gerichte bestellen kann, will ich mich an dieser Stelle erst gar nicht auslassen.
Kurzum, abhaken.
Im Hotel dann eine Mega-Schreierei von Linus, der absolut nicht schlafen wollte, Lotte komplett durchgedreht, wir gestresst, halb verzweifelt... und alles vor dem Hintergrund der heutigen Abreise mit Hotel-Pick-up um 6.
Irgendwann Kinder im Tiefschlaf, Koffer zu, alles bereit, Wecker gestellt (4.30 Uhr, hurrah!), Eltern im Bett, gerade auf dem Weg ins Traumland... klingelt das Telefon. Wendy. Der Buggy ist wieder aufgetaucht, der Taxifahrer hat jetzt Feierabend, hat aber versprochen, ihn am Morgen gegen 5 im Hotel vorbeizubringen.
Ich erfreut, aber hellwach. Ralf schläft wieder ein. Eine Stunde später, ich endlich knapp vor dem Wegnicken, klingelts an der Tür. Den Taxifahrer hat offenbar das schlechte Gewissen geplagt, und er hat beschlossen, den Buggy doch noch zum Hotel zu bringen. Vor unserer Zimmertür steht nun also irgendein irritierter Page mit unserem Kinderwagen. Immerhin.
Wann ich letztlich eingeschlafen bin? Na, so gegen 3, würde ich sagen. Oder vielleicht halb 4?
Ach egal.
Jetzt noch kurz zum Flug, bzw. zur Busfahrt.
Linus mag nichts müssen. Und da man in einem Flugzeug oder Bus nunmal gelegentlich irgendwo sitzen bleiben muss, gar einen Gurt anlegen muss... hat er ganz einfach 1,75 von 2 Stunden, 20 von 30 Minuten geschrieen und gekämpft. Und damit jetzt nicht wieder irgendwer sagt, och, der Arme... Es floss keine einzige Träne! Er war ganz einfach sauer!
Was freu’ ich mich schon jetzt auf unseren Heimflug!
Ansonsten war der heutige Tag richtig gut.
Das neue Hotel ist okay, zwar wird auch hier gebaut, und das Schwimmbad ist geschlossen, aber das Zimmer ist schön und hat eine klasse Aussicht. Wir sitzen Tür an Tür mit einem Teil der Familien, mit denen wir unsere Reise am letzten Freitag begonnen hatten. Sie haben in der letzten Woche allesamt ein kleines Töchterchen (dazu)bekommen. Süße Mädels!
Wir haben wunderbares Wetter (klar und kalt, -2 Grad ca.) und haben vorhin einen netten Spaziergang durch die Umgebung des Hotels gemacht.
Linus hat endlich eine ernsthafte Menge getrunken, und wir haben begriffen, dass er sehr wohl trinken kann... aus Bechern, Flaschen, Strohhalmen, gar kein Problem... aber einfach nur das schluckt, was er lecker findet. Kein Wasser also, keinen Tee... süß muss es sein! Also irgendein übles Yoghurtzeug, so sei es. Bevor er uns hier komplett dehydriert, geb ich mich fürs erste geschlagen. Erzieherisch tätig werden können wir zu Hause noch früh genug.
Auch Schlafen gehen war heute besser. Und das trotz ausgiebigem Mittagsschlaf! 10 Minuten weinen (ohne Hysterie), danach noch 20 Minuten wach im Bett liegen und die Spieluhr dudeln lassen und fertig. Das alles in meinem/unserem Beisein, aber ohne große Aufmerksamkeit.
Klingt doch gut, n’est-ce pas?
Und die Fahrräder? Wir zählen weiter.
Steffi

4 Comments:

Anonymous Petra M. said...

Mannomann!!! Das waren jetzt aber aufregende Stunden!! Viel los und wenig Schlaf! Ich hoffe, diese Nacht wird's besser für euch! Viel Schlaf, wenig Heulerei und immer den Buggy im Blick...
LG
Petra
P.S. Habe heute endlich wieder "pinchos" gegessen (Bummel über den elendig langweiligen Weihnachtsmarkt in Duisburg)

9/12/06 19:54  
Anonymous Sesimum said...

...stärk-stärk....
ja, vielleicht kommt heute Nacht jemand von der Fluggesellschaft (vom schlechten Gewissen getrieben)und bringt Buggy Nr.1 vorbei? Dann könntet Ihr versuchen, Buggy2 wieder in einem Taxi loszuwerden...dann schnell Hotel wechseln...oder so!
Wird schon.

9/12/06 19:59  
Blogger kochhexe said...

Aufregende Zeiten am anderen Ende der Welt... ich hätte den Pagen wahrscheinlich mit dem Buggy geschlagen.... ;-)

Ich hoffe, Ihr seid inzwischen wieder ausgeschlafen und laßt es Euch gutgehen in der Hauptstadt der Fahrräder und des guten Essens!

Ich denk an Euch,

Birgit aus Kistenhausen

10/12/06 12:03  
Blogger Mick & James said...

Bin ganz erschoefpt nur vom lesen.
Wird auch wieder.

13/12/06 13:39  

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